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Handwerk. Der Papierkram nach Feierabend.

Im Handwerk wird tagsüber gearbeitet und abends verwaltet. Angebote, Bestellungen, Belege, Rückfragen: alles nach 18 Uhr. Hier steht, welcher Teil davon wegfallen kann.

Die Arbeit nach der Arbeit

Der Unterschied zum Büro ist der Zeitpunkt. Was im Handwerksbetrieb verwaltet wird, wird verwaltet, wenn der Tag eigentlich vorbei ist.

Die Bestellung ist der unterschätzte Posten

Bei einem Lieferanten kommen zwischen Bestellung und Lieferung mehrere Nachrichten, und eine davon enthält oft eine Änderung: ein anderer Liefertermin, eine Ersatzartikelnummer, eine geänderte Menge.

Wer diese Nachrichten liest, aber nicht vergleicht, merkt die Änderung am Tag der Montage. Dann steht ein Team auf der Baustelle und das Material fehlt.

Eine Automatisierung liest hier nicht klüger als ein Mensch. Sie liest nur zuverlässig: jede Nachricht zu einem Vorgang, jedes Mal, auch abends um elf.

Belege sind im Handwerk ein eigenes Thema

In keinem anderen Betrieb kommen Belege über so viele Wege herein. Der Baumarkt gibt einen Bon, der Großhändler schickt eine Mail, der Subunternehmer schickt sie per WhatsApp, und die Tankquittung heißt auf dem Foto einfach IMG_4711.

Genau deshalb fehlt am Jahresende ein Teil. Was fehlt, kostet Vorsteuer und im schlimmsten Fall eine Schätzung.

Ein Sammler, der alle Wege abdeckt, ist hier mehr wert als jede Buchhaltungssoftware: Er holt, was da ist, und sagt, welche Kontobuchung noch ohne Beleg dasteht.

Was beim Menschen bleibt

Der Preis. Ob ein Auftrag angenommen wird. Das Gespräch mit dem Kunden, der ein Problem hat. Und die Entscheidung, ob eine Reklamation berechtigt ist.

Was vorbereitet werden kann, wird vorbereitet: Das Angebot entsteht mit den Positionen aus vergleichbaren Projekten, aber der Preis wird gesetzt, nicht berechnet.

Häufige Fragen

Ich habe keine Bürokraft, lohnt sich das trotzdem?

Dann besonders. Ohne Bürokraft macht der Chef die Verwaltung, und zwar nach Feierabend. Jede abgegebene Stunde ist dort direkt Freizeit.

Muss ich meine Preise offenlegen?

Nein. Kalkulation und Preisfindung bleiben, wo sie sind. Es geht um das Drumherum: Positionen, Ablage, Nummern, Nachverfolgung.

Was ist mit Belegen, die ich fotografiere?

Die zählen mit. Ein Foto vom Kassenbon wird gelesen, geprüft, ob überhaupt ein Betrag mit Währung darauf steht, und abgelegt. Ein Baustellenfoto mit einem Maßband wird nicht als Beleg verbucht.

Wie lange dauert die Einrichtung?

Das hängt an der ersten Aufgabe. Eine Belegsammlung aus den Postfächern läuft nach wenigen Tagen. Der ganze Betrieb ist eine Sache von Monaten, und das ist auch richtig so: Wer alles gleichzeitig baut, hat nichts fertig.

Fünfzehn Minuten, dann weißt du, ob es passt.

Wir gehen deine wiederkehrende Arbeit durch, und ich sage dir ehrlich, welche zwei oder drei Aufgaben sich bei dir zuerst abgeben lassen. Kostenfrei, ohne Vorbereitung.

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